Stolpersteine bei Strategieänderungen: Wie Prozesse den Erfolg bestimmen

Gerade bei Änderungen in der Unternehmensstrategie spielen Geschäftsprozesse eine wichtige Rolle. In diesem Post erfahren Sie, was Strategieänderungen mit Prozessen zu tun haben, warum Prozesse die Basis Ihres Geschäftsmodells bilden und was es dabei zu beachten gibt.

Strategie und Veränderung

Als Unternehmer und Führungskraft gilt es, die Unternehmensstrategie weiter zu entwicklen. Das heißt, sich trotz aller Dringlichkeiten und akuten Baustellen Zeit zu nehmen, die aktuelle Situation ihres Unternehmens, Bereichs oder Abteilung mit ausreichend Abstand zu analysieren, sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst zu werden, Ziele zu definieren und eine Strategie zu entwickeln, wie sie Ihr Unternehmen in den nächsten Jahren weiterentwickeln wollen. Hierbei sind zum Beispiel die Prognosen der Branchenentwicklung (Wachstum, Digitalisierung, Datennutzung) mit Ihren Kernkompetenzen in Einklang zu bringen und auf Ihrer Geschäftsfelder zu übertragen. Sie wollen zum Beispiel einen oder mehrere Bereiche durch den Einsatz moderner Technologien zu neuem Wachstum zu verhelfen und haben mit Ihrer Strategie hierfür einen Plan entwickelt. Dieser Plan beinhaltet meist viele Veränderungen sowohl in der externen Kommunikation und Darstellung des Unternehmens als auch innerhalb der Organisation. Hiervon sind fast immer auch Prozesse betroffen, die es im Hinblick auf die neuen Ziele adäquat auszurichten gilt.

Geschäftsmodell: Wertschöpfung als Prozessmodell

Werfen wir zunächst einen Blick auf das Geschäftsmodell: Als stark verbreitetes Tool gilt der Business Model Canvas, der eine klare Formulierung ihrer Value Proposition (Leistungsversprechen), ihrer Kunden und deren Segmentierung, ihrer Vertriebskanäle, etc. ermöglicht und für die Strategieplanung außerordentlich hilfreich ist.
Doch nicht viele Unternehmen haben auch eine modellhafte Abbildung (z.B. mit BPMN 2.0) der konkreten Prozessschritte, die nötig sind, um die Wertschöpfung an den Kunden zu liefern. Wer im Unternehmen führt in welcher Rolle welche Schritte und Aufgaben aus, um das angebotene Produkt oder die Dienstleistung zu erstellen? Diese Detaillierung der Unternehmensaktivitäten (insbesondere der direkt wertschöpfenden) ist jedoch eine wichtige Grundlage für den effektiven und effizienten Geschäftsbetrieb. Es hilft auch, um funktions- oder abteilungsübergreifende Abhängigkeiten (Interdependenzen) besser zu erkennen und gerade tiefgreifende Veränderungen besser zu verstehen und umzusetzen.

Prozess Management als Strategietool

Prozesse, die nicht an der Strategie ausgerichtet sind, können eine große Hürde darstellen. Nicht oder schlecht ausgerichtete Prozesse sind nicht selten die Ursache für Demotivation und Zweifel der Mitarbeiter an der neu eingeschlagenen Richtung. Faktoren wie die Skalierbarkeit der Prozesse, entstehende Engpässe (Bottlenecks), fehlende Transparenz oder auch alte, oft unnötige Abhängigkeiten spielen eine Rolle.
Eine genaue Analyse und Neuausrichtung der Prozess in den Kernbereichen Ihrer Unternehmensstrategie kann anders herum nicht nur ein Scheitern verhindern sondern auch zum Treiber werden, der die Entschlossenheit und das Vertrauen auf die neue Strategie unterstreicht. Im Zuge dessen können Prozesse mit Hilfe von Digitalisierung und Automation auch effizienter, zuverlässiger und leistungsfähiger gemacht werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen ist ein durchdachtes Change Management, auf das ich in einem späteren Post eingehen werden.

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